Fahrradverleih in ganz Deutschland leichtgemacht

Der umgangssprachliche Ausdruck „Fahrradverleih“ meint tatsächlich die „Vermietung“ von Fahrrädern, und bisher verstand man eigentlich die Gebrauchsüberlassung eines Fahrrades während des Urlaubs darunter. Wenn man in einem Hotel abstieg, konnte man zumeist entweder dort selber oder bei der Touristinformation so ein Fahrzeug bekommen, mit dem man dann die Gegend erkundete. In manchen Städten kann man diese Verleih-Stationen auch am Bahnhof finden.

Mittlerweile haben aber auch viele Gemeinden erkannt, dass ein Fahrradverleih nicht nur im touristischen Bereich sinnvoll sein kann, sondern dass man damit viel mehr erreicht. Gerade kurze Strecken müssen nicht mit dem Auto zurückgelegt werden. Man kann sie viel gesünder und umweltfreundlicher mit einem Fahrrad hinter sich bringen. Das hat den Vorteil, dass man weder an die Verkehrsnetze des öffentlichen Nahverkehrs gebunden ist, noch an die Zeiten, wann denn nun der Bus oder die Straßenbahn geht.

So tun die Gemeinden mit dem neu angebotenen Fahrradverleih nicht nur etwas für die Reinhaltung der Luft, denn es gibt nun mal auf einem Fahrrad keine Abgase, sondern auch etwas für die Volksgesundheit. Schließlich ist hinreichend bekannt, dass wir alle uns viel zu wenig bewegen, wenn man aber schon morgens die Brötchen mit dem Fahrrad holen kann, weil die Station vom Fahrradverleih um die Ecke ist, dann wird man das gerne in Anspruch nehmen – und sich nebenbei sportlich betätigen. Außerdem verhütet ein offizieller Fahrradverleih weiterhin den Diebstahl von Fahrrädern, die oft ja nur deshalb gestohlen werden, weil man eben gerade eines braucht.

Wenn man dagegen heute ein Fahrrad benötigt, hat man es leicht: Die Stationen von einem Fahrradverleih finden sich wie die Knotenpunkte eines engmaschigen Netzes überall in der Nähe. Sie sind computerunterstützt und es ist ganz einfach sich online dort anzumelden. Mithilfe einer Kundenkarte kann man dann an jeder Fahrradverleih-Station das gewünschte Rad entnehmen. Zumeist ist die erste Zeit – ca. eine halbe bis eine Stunde – auch noch gratis oder sehr billig. Allerdings steigen die Kosten proportional zur Entleihzeit, um sicherzustellen, dass die Räder auch möglichst zeitnah wieder abgegeben werden. Alles in allem eine praktische, gesunde und umweltfreundliche Idee, die durchaus unsere Anerkennung verdient.

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